Ausflugsziele am Bodensee mit Kindern
Der Bodensee ist ein ruhiges Ziel für Familien, die gemeinsam etwas erleben möchten. Viele Ausflugsorte liegen nah beieinander, und die Wege bleiben überschaubar. Trotzdem merkt man schnell, dass die Auswahl groß ist. Wer mit Kindern unterwegs ist, plant den Tag oft danach, wie lange ein Ausflug dauert und wie gut er für alle machbar ist – auch für Großeltern oder ruhigere Begleitpersonen.
Wie lange dauert der Ausflug?
Kurzer Ausflug: 1–2 Stunden
Halbtagesausflug: 3–5 Stunden
Ganztagesausflug: Ein großer Tagesausflug
Schlechtwetter: Gut für Regen oder heiße Tage geeignet
Übersicht der Ausflugsziele
Friedrichshafen – DE – Kurzer Ausflug
Lindau – DE – Kurzer Ausflug
Bauernpfad Kressbronn – DE – Kurzer Ausflug
Maislabyrinth Kressbronn-Nitzenweiler – DE – Kurzer Ausflug
Affenberg Salem – DE – Halbtagesausflug
Klettergarten Kressbronn – DE – Halbtagesausflug
Dornier Museum – DE – Halbtagesausflug
Museum Ravensburger – DE – Halbtagesausflug
Pfänder – AT – Halbtagesausflug
Skywalk Allgäu / Waldwelt Allgäu – DE – Halbtagesausflug
Insel Mainau – DE – Ganztagesausflug
Meersburg – DE – Ganztagesausflug
Rheinfall Schaffhausen – CH – Ganztagesausflug
Adventure Park Rheinfall – CH – Ganztagesausflug
Smilestones – CH – Ganztagesausflug
Chocolarium – CH – Ganztagesausflug
Lufti Meckenbeuren – DE – Schlechtwetter
Inatura Dornbirn – AT – Schlechtwetter
Kurze Ausflüge (1–2 Stunden)
Friedrichshafen – Hafen, Mole-Turm und der Zeppelin am Himmel
Friedrichshafen liegt direkt am Wasser und zeigt sich offen und freundlich. Am Hafen bewegen sich Fähren, der Katamaran und große Bodenseeschiffe. Und an vielen Tagen zieht der Zeppelin ruhig über die Stadt – ein Anblick, der am gesamten Bodensee typisch ist und hier besonders oft zu sehen ist.
Der Mole-Turm ist ein ruhiger Aussichtspunkt. Der Aufstieg ist schnell geschafft, und oben öffnet sich der Blick über den See, die Stadt und die ein- und ausfahrenden Schiffe. Kinder mögen die klare Sicht und die Höhe, die nicht zu hoch wirkt.
Der Zeppelin ist am Bodensee insgesamt stark präsent. Man sieht ihn an vielen Tagen in der Region, oft über Kressbronn, Langenargen oder Lindau. Auch über Friedrichshafen zieht er regelmäßig seine Bahn. Er fliegt langsam und bleibt lange sichtbar – ein kleiner Moment, den viele Familien gern mitnehmen.
Wer etwas mehr Zeit hat, findet am Ende der Promenade das Schulmuseum. Dort sieht man alte Klassenzimmer und erfährt, wie Schule früher aussah. Das Museum lässt sich gut mit einem Spaziergang am Wasser verbinden. Direkt am Hafen liegt außerdem das Zeppelin Museum. Es zeigt die Geschichte der Luftschiffe, wirkt aber je nach Familie sehr unterschiedlich: manche bleiben lange, andere nur kurz. Erwähnt sein soll es dennoch, weil es für einige ein interessanter Einblick ist.
Friedrichshafen eignet sich gut für einen kurzen Ausflug. Die Stadt ist leicht per Bahn erreichbar, und die Promenade bietet genügend Raum für Pausen am Wasser. Für ein bis zwei Stunden findet man dort viele kleine Eindrücke, ohne dass der Besuch anstrengend wird.
Lindau – Altstadt, Leuchtturm und Inselgefühl
Lindau liegt als kleine Inselstadt direkt am See und wirkt auf den ersten Blick überschaubar. Die Altstadt besteht aus engen Gassen, stillen Ecken und kleinen Plätzen, die sich gut zu Fuß erkunden lassen. Viele Wege sind kurz, und man bleibt immer wieder stehen, weil der Blick auf den See plötzlich zwischen den Häusern auftaucht.
Der Leuchtturm kann bestiegen werden. Oben öffnet sich ein weiter Blick über den Hafen, die Insel und das Wasser. Für Kinder ist der Aufstieg gut machbar, und die Aussicht wirkt oft eindrücklich, auch ohne weitere Programmpunkte.
Angenehm ist die Anreise. Wer mit dem Schiff oder mit der Bahn kommt, steht praktisch direkt in der Stadt. Von dort geht es ohne Umwege weiter zu den Gassen, dem Hafen oder dem Leuchtturm. Für Familien ist das oft entspannter als eine Parkplatzsuche.
Wer etwas Besonderes sucht, findet in der Lindauer Marionettenoper eine ungewöhnliche Möglichkeit. Dort werden Opern ausschließlich mit Marionetten gespielt. Pro Saison gibt es meist ein Stück, das auch für Kinder gut geeignet ist. Das Mindestalter liegt bei fünf Jahren, empfohlen werden acht Jahre.
Lindau eignet sich für ruhige Stunden am Wasser und einen entspannten Spaziergang durch die Insel. Alles liegt nah beieinander, sodass der Aufenthalt leicht planbar bleibt – ein kleines Ziel, das sich gut in einen Familienurlaub einfügt, ohne viel Vorbereitung zu brauchen.
Eine vollständige Übersicht über Aktivitäten und Erlebnisse rund um den See gibt die Seite Aktivitäten, Ausflugsziele & Erlebnisse.
Bauernpfad Kressbronn
Der Bauernpfad oberhalb von Kressbronn ist ein stiller Rundweg von etwa zweieinhalb Kilometern Länge. Er führt durch Obstwiesen, an kleinen Feldern vorbei und immer wieder über Wege, die den Blick auf den See öffnen. Der Weg ist leicht zu gehen und lässt sich gut in einer Stunde bewältigen.
Kinder mögen die kleinen Entdeckerstationen am Wegesrand. Im Naschgarten darf je nach Saison probiert werden, und am Kletterturm wird gern eine kurze Pause eingelegt. Die Informationstafeln geben Einblicke in die Landwirtschaft. Am Waldrand steht eine kleine Sitzgruppe für eine Rast.
Optional kann in Kressbronn ein Forscherrucksack ausgeliehen werden. Er ist aber kein Muss; der Weg bleibt auch ohne Ausrüstung spannend. Eine kleine Schatzsuche im Naschgarten ergänzt den Besuch.
Parkplätze sind begrenzt, da die umliegenden Wege landwirtschaftlich genutzt werden. Zwischen Pfingsten und Sommerferien fährt ein Shuttlebus vom Ortszentrum; Gäste mit Gästekarte nutzen ihn kostenlos.
Der Bauernpfad ist ein ruhiges Ziel für Familien, die kurze Wege mögen und gern draußen sind.
Maislabyrinth Kressbronn (Maisi)
Im Sommer entsteht in Kressbronn-Nitzenweiler ein Maislabyrinth, das viele Familien einfach „das Maisi“ nennen. Das Feld liegt leicht erreichbar oberhalb des Ortes und wird jedes Jahr neu angelegt. Die hohen Maispflanzen bilden ein kleines Wegenetz, das sich schnell verliert, aber nie überfordert. Die Gänge sind schmal, die Pflanzen wachsen bis zu drei Meter in die Höhe, und schon nach wenigen Schritten fühlt man sich mitten im Labyrinth.
Kinder suchen unterwegs die vier Stempelstationen, die den Rundgang spielerisch strukturieren. Vom kleinen Aussichtsturm aus sieht man die Form des Labyrinths und kann den nächsten Weg einschätzen, bevor man wieder in den Gängen verschwindet. Der Weg ist nicht lang, aber abwechslungsreich, und viele Familien nehmen sich Zeit für die kleinen Momente dazwischen.
Vor dem Labyrinth liegt eine weitläufige Wiese mit einfachen Spielgeräten, Grillstellen und Sitzplätzen. Manche bleiben dort noch etwas länger, andere machen nur eine kurze Pause. Am Kiosk gibt es Getränke und Eis – eine kleine Stärkung nach dem Weg durch die hohen Pflanzen.
Im Spätsommer gibt es einzelne Abende, an denen „Maisi“ länger geöffnet hat. Beim Mondscheinirren wirkt das Feld im Dämmerlicht anders, und im September gibt es eine Gruselnacht, die manchen Kindern gut gefällt und anderen eher zu viel ist. Diese besonderen Abende sind eine Ergänzung, aber kein Muss. Viele Familien besuchen das Labyrinth an einem ruhigen Nachmittag und lassen den Aufenthalt einfach so verlaufen, wie es sich gut anfühlt.
Halbtagesausflüge
Affenberg Salem
Der Affenberg ist ein leicht erreichbares Ziel, das ohne lange Wege auskommt. Kinder beobachten frei lebende Berberaffen, und es gibt große, offene Bereiche mit Schatten. Der Rundweg ist klar geführt und bleibt überschaubar. Sitzgelegenheiten sind vorhanden, und der Aufenthalt lässt sich gut in einen halben Tag einbauen.
Auf dem Gelände leben rund fünfzig freifliegende Storchenpaare. Sie brüten direkt auf den Dächern der Gebäude und sind gut zu beobachten. Für ältere Kinder und Erwachsene gibt es außerdem eine Schnitzeljagd, die von etwa zwölf bis neunundneunzig Jahren empfohlen wird. Sie führt ruhig durch einzelne Bereiche und lässt sich ohne Zeitdruck absolvieren.
Zusätzlich gibt es den Treewalk, einen etwa zwölf Meter hohen Baumwipfelpfad. Der Zugang ist kostenpflichtig und eignet sich für Kinder ab etwa fünf Jahren in Begleitung. Der Weg ist stabil gebaut und bietet einen ruhigen Blick über das Gelände, ohne dass man lange Strecken zurücklegen muss.
Klettergarten Kressbronn
Der Klettergarten Kressbronn liegt ruhig am Waldrand und bietet mehrere Parcours in unterschiedlichen Höhen. Viele Bereiche eignen sich eher für größere Kinder, die sicher klettern und schon etwas Erfahrung mitbringen. Die Wege zwischen den Stationen sind kurz, und das Gelände bleibt übersichtlich.
Wer selbst nicht mitklettert, kann von schattigen Plätzen gut zusehen. Die Atmosphäre ist ruhig, und viele Familien schätzen die Lage im Wald. Für einen halben Tag ist der Klettergarten eine gute Wahl, wenn Kinder Lust auf Bewegung und ein wenig Herausforderung haben.
Der Betrieb macht während der Wintermonate Pause und öffnet erst wieder im Frühjahr. Da sich Details und Voraussetzungen je nach Saison ändern können, lohnt sich vorab ein kurzer Blick auf die aktuellen Hinweise des Betreibers.
Skywalk Allgäu / Waldwelt Allgäu
Der Skywalk Allgäu liegt etwas oberhalb des Bodensees. Der Baumwipfelpfad führt auf breiten Holzwegen durch die Baumkronen und öffnet den Blick in die Landschaft. Die Wege sind stabil, leicht zu gehen und auch mit jüngeren Kindern gut machbar.
Rund um den Pfad liegt die Waldwelt Allgäu. Sie wirkt wie ein kleines, überschaubares Gelände, in dem viele unterschiedliche Bereiche nah beieinander liegen. Kinder finden dort eine Röhrenrutsche, ruhige Kugelbahnen, schattige Waldwege und Platz zum Entdecken. Es gibt einen Sandspielplatz und in den warmen Monaten auch einen kleinen Wasserspielbereich. Manche Familien mögen den Barfußweg oder das Waldbaden, andere bleiben länger beim Abenteuerspielplatz oder beim Streichelbereich mit Tieren.
Alles liegt in kurzer Entfernung zueinander, sodass man nicht weit laufen muss und den Besuch gut im eigenen Tempo gestaltet. Der Aufenthalt füllt einen halben Tag angenehm aus und passt gut zu Familien, die frische Luft, einfache Wege und eine Mischung aus Bewegung und Ruhe suchen.
Pfänder – Ausflug mit Aussicht
Der Pfänder ist ein Ziel, das sich gut für einen halben Tag eignet. Schon die Fahrt mit der Pfänderbahn wirkt für viele Kinder wie ein kleines Erlebnis. Die große Gondel hat weit heruntergezogene Fenster, sodass auch die Jüngsten gut sehen können. Während der kurzen Fahrt sieht man Boote auf dem See, Häuser am Hang und die Wälder unterhalb der Bahn. Der Blick verändert sich ständig, ohne dass die Fahrt lang wird.
Oben wartet ein weitläufiges Gelände, auf dem man einen großen Teil des Tages verbringen kann. Der Spielplatz liegt in der Nähe der Bergstation und bietet Rutschen, Kletterelemente und eine große Korbschaukel. Im Sommer kommt ein Bungee-Trampolin dazu. Viele Familien nehmen sich hier erst einmal Zeit, bevor sie weitergehen.
Ein besonderes Ziel ist der Alpenwildpark. Der Rundweg ist gut zu gehen und führt zu Tieren, die in den Bergen zu Hause sind: Alpensteinböcke, Mufflons, Hirsche und Wildschweine. Zwergziegen und Hasen leben im Eingangsbereich, was gerade für jüngere Kinder ein ruhiger Auftakt ist. Entlang des Weges stehen Schautafeln, die in einfachen Worten zeigen, wie Tiere und Pflanzen im Bergland leben. Die Riesenwaldrutsche ist ein weiteres Highlight, das viele Kinder als Abschluss des Rundgangs nutzen.
Neu ist eine kleine Detektivtour, die durch den Wildpark führt. Mit einer Schatzkarte geht man Station für Station weiter und sucht nach Hinweisen. Das ist keine Pflicht, macht den Weg aber abwechslungsreicher, besonders für Familien, die gern mit einer kleinen Aufgabe unterwegs sind.
Im Winter wirkt der Pfänder ruhiger. Wenn genügend Schnee liegt, gibt es bei der Pfänderdohle eine Rodelmulde, die sich gut für Kinder eignet. Die Wege bleiben überschaubar, und die Terrasse des Gasthauses bietet einen guten Blick auf das Geschehen.
Der Pfänder eignet sich für Familien, die gern draußen sind und einen übersichtlichen Wandertag suchen. Besonders angenehm ist die Mischung aus kurzen Wegen, klaren Aussichtspunkten und der Möglichkeit, zwischendurch einfach stehen zu bleiben und den Blick auf See und Berge zu genießen.
Dornier Museum Friedrichshafen
Das Dornier Museum liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen und wirkt auf den ersten Blick wie eine große, helle Halle. Drinnen stehen mehrere Flugzeuge und Helikopter, die man aus nächster Nähe sehen kann. Einige lassen sich betreten, was vielen Kindern gut gefällt. Die Wege sind breit und übersichtlich, sodass man sich ohne Hektik durch die Ausstellung bewegen kann.
Für Familien gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Rundgang interessant zu gestalten. Jüngere Kinder nutzen oft das kleine Quiz, das an mehreren Punkten durch die Ausstellung führt. Ältere Kinder mögen die Toniebox-Rätseltour, und ab Sommer 2025 kommt eine Mystery Tour dazu, die den Besuch spielerisch erweitert. Damit findet fast jede Altersgruppe etwas, das den Rundgang ruhiger und strukturierter macht.
Ein eigener Bereich widmet sich der Raumfahrt und zeigt Modelle und kurze Filme. Draußen, gleich neben dem Hangar, liegt ein kleiner Spielplatz mit einer Flugzeugrutsche, einer Schaukel und einfachen Geräten. Für ganz kleine Kinder gibt es drinnen im Hangar zudem eine kleine Spielecke, in der sie sich kurz beschäftigen können. Wer schon etwas größer ist, probiert den Mini-Tretflieger aus. Ab zwölf Jahren kann der Flugsimulator gebucht werden – ein Angebot, das sich eher an Jugendliche und Erwachsene richtet.
Das Museum eignet sich gut als Schlechtwetterziel. Die Hallen sind groß, hell und ruhig, und viele Familien verbringen dort ein bis zwei Stunden. Der Besuch lässt sich in eigenem Tempo gestalten und wirkt nicht überfordernd. Wer danach noch Zeit hat, findet im kleinen Bistro eine Möglichkeit für eine kurze Pause.
Museum Ravensburger
Mitten in der Altstadt von Ravensburg liegt das Museum Ravensburger. Auf mehreren Etagen wird gezeigt, wie Bücher, Spiele und Puzzles entstehen. Die Räume sind hell und übersichtlich, und viele Stationen lassen sich direkt ausprobieren. Für Familien ist das angenehm, weil der Besuch in eigenem Tempo möglich ist, ohne dass es unruhig wirkt.
Kinder hören im Nest des Leserabens Geschichten, gestalten kleine Mandalas oder sehen sich an, wie aus einer Idee ein fertiges Spiel wird. In der Spielelounge und im kleinen Innenhof können verschiedene Klassiker ausprobiert werden, und oft bleibt man dort länger als geplant, weil das gemeinsame Spielen schnell in den Mittelpunkt rückt.
Auch Erwachsene finden sich in den Ausstellungsstücken wieder und entdecken Spiele und Bücher aus der eigenen Kindheit neu. Die Mischung aus Interaktivität und ruhigen Momenten macht den Rundgang angenehm und leicht verständlich. Der Besuch funktioniert gut für verschiedene Altersgruppen und lässt sich gut mit einem Stadtspaziergang verbinden.
Zusätzlich gibt es kleine Multimedia-Angebote, die man je nach Interesse nutzen kann. Die tiptoi-Rallye führt Kinder in ihrem eigenen Tempo durch die Ausstellung und setzt kleine Schwerpunkte. Wer keinen tiptoi-Stift dabei hat, kann einen Adapter mit Kopfhörern leihen. Alternativ gibt es eine digitale Führung über das eigene Smartphone, was besonders praktisch ist, wenn man ohne Zusatzgeräte unterwegs sein möchte.
Das Museum ist gut geeignet für ein bis zwei Stunden und funktioniert sowohl an Schlechtwettertagen als auch als Ergänzung zu einem Besuch in der Ravensburger Altstadt.
Ganztagesausflüge
Insel Mainau
Die Insel Mainau ist weitläufig und wirkt je nach Jahreszeit ganz unterschiedlich. Viele Familien verbinden den Besuch mit einem Spaziergang über die Insel und nehmen sich dafür einen halben Tag oder länger Zeit. Die Wege sind gut angelegt, aber es kommen einige Kilometer zusammen, weshalb eine frühe Anreise sinnvoll ist.
Für Kinder gibt es einen großen Spielbereich, der deutlich mehr bietet als nur ein paar Geräte. Auf einer großen Fläche stehen ein Abenteuerspielplatz, ein Baggerspielplatz und mehrere Bereiche zum Klettern, Schaukeln und Balancieren. Eine Murmelbahn und ein kleines Floß ergänzen das Angebot. In der Nähe liegt der Mainau-Bauernhof mit einem Streichelbereich, der vor allem jüngeren Kindern gefällt.
Über die Insel verteilt gibt es eine Kinderschatzsuche. Die Hinweise sind so gesetzt, dass man beim Laufen kleine Entdeckungen macht. Die Schatzkarte bekommt man am Eingang kostenlos. Viele Familien mögen diese kleine Aufgabe, weil sie den Rundgang angenehmer strukturiert.
Für den Weg über die Insel stehen am Eingang und am Hafen kostenfreie Bollerwagen bereit. Die Stückzahl ist begrenzt und je nach Besucherandrang schnell vergeben. Wer einen eigenen Wagen besitzt, ist damit meist unabhängiger unterwegs.
Auch wenn die Mainau viele eigene Angebote für Kinder hat, bleibt der Besuch ein längerer Spaziergang. An warmen Tagen wird es schnell anstrengend, und an vollen Tagen wirken manche Wege dicht besucht. Für Familien, die gern Zeit draußen verbringen und die Insel bewusst ruhig angehen, ist sie ein schönes Ziel. Wer eher kürzere Wege sucht, sollte dies bei der Planung im Blick behalten.
Meersburg – Altstadt und Burg
Meersburg liegt direkt am See und zieht sich in kleinen Stufen den Hang hinauf. Die Altstadt besteht aus engen Gassen, kleinen Plätzen und vielen stillen Momenten. Ein zentraler Weg zwischen Unter- und Oberstadt ist die Steigstraße. Sie ist steil, aber gut zu gehen, und führt mit ihren alten Häuserfassaden, kleinen Läden und ruhigen Ecken mitten durch das Herz der Stadt. Viele Besucher kennen die Steigstraße, weil sie den Blick immer wieder zur Burg lenkt und ein natürlicher Wegweiser nach oben ist.
Die Burg ist der eindrücklichste Teil von Meersburg. Der Rundgang führt durch einfache Räume, alte Stuben und enge Gänge. Kinder mögen die dicken Mauern und die kleinen Fenster, durch die man weit über den See schaut. Die Wege bleiben überschaubar, und man kann den Besuch gut im eigenen Tempo gestalten.
Ein großer Vorteil: Die Burg ist auch im Winter geöffnet. Dadurch eignet sie sich das ganze Jahr über als ruhiges Ausflugsziel.
Von Zeit zu Zeit wird die Burg belebt. Dann begegnet man Handwerkern in historischen Gewändern, kleinen Vorführungen oder leisen Konzerten und Lesungen. Diese Momente geben dem alten Gemäuer eine besondere Atmosphäre, ohne den Rundgang hektisch zu machen.
Meersburg füllt einen halben Tag schnell aus. Wer nach dem Burgrundgang noch etwas Zeit hat, lässt sich durch die Gassen treiben oder bleibt kurz am See sitzen. Die Stadt wirkt am stärksten, wenn man ihr Zeit lässt und nicht zu viel in einen Tag packt.
Rheinfall Schaffhausen
Der Rheinfall ist ein eindrucksvoller Ort. Auf einer Breite von rund 150 Metern stürzt das Wasser über die Felsen hinunter, und schon beim Ankommen hört man das Rauschen. Die Wege zu den Aussichtsplätzen sind klar angelegt und gut zu gehen. Von dort sieht man die Wassermassen aus nächster Nähe, ohne dass der Besuch anstrengend wird.
Wer möchte, fährt mit einem kleinen Boot in die Nähe des mittleren Felsens. Die Fahrt dauert nicht lang, bleibt aber ein besonderes Erlebnis, weil man den Rheinfall aus einer anderen Perspektive sieht. Der kurze Aufstieg zum Felsen ist machbar, allerdings eher für größere Kinder geeignet. Viele Familien bleiben schon vorher an den Plattformen und genießen den Blick von dort.
Oben am Schloss Laufen beginnt ein gut befestigter Weg hinunter zum Wasser. Unterwegs kommt man an mehreren Punkten vorbei, an denen man stehen bleiben kann – darunter die Plattform «Fischetz», von der man die Kraft des Wassers besonders deutlich spürt. Der Rundweg lässt sich in eigenem Tempo gehen, und überall gibt es Möglichkeiten für kleine Pausen.
Neben dem Rheinfall liegt eine Kletteranlage, die sich an größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtet. Im Adventure Park balanciert man über Seilbrücken, Hindernisse und Ziplines mit Blick auf das Wasser. Viele Familien teilen sich auf: Die einen gehen an den Rheinfall, die anderen in den Kletterpark. Beides muss man aber nicht kombinieren – es sind zwei sehr verschiedene Erlebnisse.
Direkt daneben liegt Smilestones, eine moderne Miniaturwelt, in der bekannte Schweizer Landschaften im Kleinen gezeigt werden. Die Räume sind klimatisiert und eignen sich gut für Schlechtwettertage oder heiße Sommertage. Viele Gäste verbinden den Besuch von Smilestones mit einem kurzen Abstecher zum Rheinfall, weil beide Ziele nah beieinander liegen. Der Rheinfall füllt schnell einen ganzen Tag, besonders wenn man noch eine Pause einplant oder Smilestones besucht. Mit einer frühen Anfahrt bleibt der Tag ruhig und gut verteilt.
Adventure Park Rheinfall
Direkt neben dem Rheinfall liegt der Adventure Park. Die Anlage gehört zu den größeren Kletterparks in der Schweiz und richtet sich eher an größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Wege führen hoch durch die Bäume, und viele Stationen liegen deutlich über dem Boden. Wer sich sicher bewegt und etwas Mut mitbringt, findet dort verschiedene Parcours mit Ziplines, Seilbrücken und einzelnen Sprüngen, die man nicht ohne Respekt angeht.
Der Blick von oben auf den Rheinfall ist besonders. An einigen Stellen sieht man das Wasser zwischen den Bäumen, was dem Kletterweg eine eigene Atmosphäre gibt. Die Parcours sind unterschiedlich lang und unterschiedlich anspruchsvoll, sodass man sich gut nach den eigenen Möglichkeiten richten kann.
Für Familien eignet sich der Adventure Park vor allem, wenn die Kinder schon etwas älter sind oder Erfahrung im Klettern haben. Die Anlage ist weitläufig, und man verbringt schnell mehrere Stunden dort. Viele Besucher teilen sich deshalb den Tag auf: Ein Teil geht zum Rheinfall, während andere die Zeit im Kletterpark nutzen. Beides muss man nicht kombinieren, doch wer beides erleben möchte, sollte genügend Zeit einplanen.
Der Adventure Park ist ein Ziel für Tage, an denen man viel Bewegung und eine kleine Herausforderung sucht. Er ergänzt den Rheinfall um eine sportliche Möglichkeit und sorgt dafür, dass der Tag je nach Familie ganz unterschiedlich gestaltet werden kann.
Smilestones – Miniaturwelt am Rheinfall
Smilestones zeigt viele bekannte Orte der Schweiz im Kleinen. Kinder folgen gern den bewegten Szenen, während Erwachsene sich Zeit für die Details nehmen. Die Räume sind klimatisiert, ruhig und klar aufgebaut – ein Ort, an dem man ohne Eile durch die einzelnen Landschaften gehen kann.
Smilestones liegt direkt neben dem Rheinfall und lässt sich gut mit einem Besuch dort verbinden. Viele Familien nutzen es als wetterunabhängiges Ziel, weil der Rundgang drinnen stattfindet und der Aufenthalt in eigenem Tempo möglich ist.
Die Miniaturwelt befindet sich aktuell im Wandel und zieht an einen neuen Standort im „Rhyfall Village“ um – nur wenige Schritte vom Rheinfall entfernt. Durch diese Veränderungen kann es zu einer Übergangsphase mit vorübergehender Schließzeit kommen, bevor die Ausstellung am neuen Ort wieder öffnet. Wer Smilestones besuchen möchte, sollte daher vorab kurz die aktuellen Hinweise prüfen.
Chocolarium – Glücksfabrik von Munz & Minor
Das Chocolarium liegt nur wenige Kilometer hinter der Grenze und ist ein ruhiges Ziel für einen halben Tag. Die Tour beginnt mit einem kurzen Film und führt dann durch mehrere Räume, in denen man sieht, wie Schokolade entsteht. Viele Stationen lassen sich in eigenem Tempo erkunden, und an manchen Stellen darf man auch probieren.
Von Dienstag bis Freitag öffnet ein Blick in die Produktion. Am Ende trifft man die Show-Confiseurin, die frisch gegossene Tafeln vorbereitet. Wer möchte, kann diese verzieren – ein kleines Extra, das man dazu buchen kann, aber nicht muss.
Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, benötigen aber ein kostenloses Ticket. Mit der Echt Bodensee Card gibt es eine Ermäßigung. Zusätzlich bietet das Chocolarium verschiedene Kurse an, die sich gut für ältere Kinder eignen.
Schön ist die Möglichkeit, den Besuch mit einem Spaziergang im Botsberger Riet zu verbinden. Der sogenannte Schoggiweg führt durch die Natur nebenan und bringt etwas Bewegung in den Ausflug. Viele Familien nutzen ihn für eine kurze Runde, bevor es wieder zurückgeht.
Der Besuch selbst ist angenehm planbar und nicht zu lang. Das Chocolarium eignet sich gut für ruhigere Tage oder für eine kleine Abwechslung zwischendurch. Da es in der Ostschweiz liegt, sollte man die Grenzlage bei der Anfahrt einfach kurz bedenken.
Schlechtwetter-Ausflüge
Lufti Meckenbeuren
Das Lufti in Meckenbeuren ist ein großer Indoorspielplatz, der sich gut für Tage eignet, an denen Kinder viel Bewegung brauchen – ganz gleich, ob draußen Sonne scheint oder es regnet. Auf über 2.500 Quadratmetern gibt es Trampoline, Rutschen und Kletterbereiche für verschiedene Altersgruppen. Die Halle ist übersichtlich aufgebaut, und viele Kinder finden schnell ihren eigenen Rhythmus zwischen Toben und kurzen Pausen.
Für Eltern gibt es einen Bistrobereich mit direktem Blick auf die Spielfläche. Dort kann man sitzen und gleichzeitig sehen, wo sich die Kinder aufhalten. Diese Mischung aus Nähe und etwas Ruhe ist für viele Familien angenehm, besonders wenn mehrere Kinder unterschiedlichen Alters dabei sind.
Der Besuch lässt sich flexibel gestalten. Manche bleiben nur kurz, andere verbringen einen großen Teil des Tages dort. Für Kleinkinder gibt es eigene, geschützte Bereiche, während ältere Kinder die höheren Kletterelemente und größeren Rutschen nutzen können. Laut wird es je nach Tageszeit, und am Wochenende kann es lebhafter zugehen. Unter der Woche ist es meist ruhiger.
Das Lufti eignet sich auch gut als Ort für Kindergeburtstage oder einfach für Tage, an denen man eine unkomplizierte Möglichkeit sucht, den Bewegungsdrang der Kinder aufzufangen. Es ist ein klarer Schlechtwettertipp, funktioniert aber ebenso an warmen Tagen, an denen man eine Pause von der Hitze sucht.
Inatura Dornbirn
Die Inatura in Dornbirn ist ein Ort, an dem man einen ganzen Nachmittag ruhig verbringen kann. Die Räume sind weit und freundlich, und vieles ist so aufgebaut, dass man einfach losgehen kann, ohne vorher etwas planen zu müssen. Familien bewegen sich dort durch die typischen Landschaften Vorarlbergs – von den Bergen über schattige Waldwege bis hin zu klaren Wasserwelten.
Viele Stationen lassen sich anfassen oder ausprobieren. Kinder bleiben gern an den kleinen Experimenten stehen, und Erwachsene nehmen sich Zeit für die Tiere und Pflanzen, die man sonst selten so nah sieht. In mehreren Bereichen leben Kleintiere, Bienen oder Ameisen, und das große Aquarium mit Fischen aus dem Rhein und dem Bodensee ist für viele ein ruhiger Moment zwischendurch.
Ein eigener Abschnitt widmet sich dem menschlichen Körper. Die Wege dort sind so gestaltet, dass man Schritt für Schritt versteht, wie alles zusammenhängt. Es bleibt leicht, verständlich und ohne Eile.
Zwischen den einzelnen Bereichen gibt es immer wieder kleine Plätze zum Sitzen oder kurze Wege, die etwas Ruhe bringen. Die Ausstellung ist nah beieinander, sodass man nicht weit laufen muss und jederzeit eine Pause findet.
Die Inatura eignet sich gut für Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters. Jeder findet etwas, ohne dass der Besuch anstrengend wird. Viele Gäste verbinden die Ausstellung später noch mit einem kleinen Spaziergang durch Dornbirn – einfach, um den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Bodensee mit Kindern – kurze Orientierung
Viele Wege sind leicht erreichbar. Bahn-, Bus- und Schiffsverbindungen lassen sich gut nutzen. Für längere Ausflüge lohnt ein früher Start.
Fazit
Der Bodensee bietet viele ruhige und einfache Ausflugsziele für Familien. Die Auswahl muss nicht groß sein. Wichtiger ist ein Ablauf, der gut zu Kindern und Erwachsenen passt. Mit klaren Wegen, übersichtlichen Zielen und genügend Zeit für Pausen wird der Tag entspannter – ganz gleich, ob man nur kurz unterwegs ist oder den ganzen Tag einplant.
Beitragsbild von Gemeinde Kressbronn a. B., Fotograf: Christoph Düpper
Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte aktuelle Informationen direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen.
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