Kurzurlaub am Bodensee: Ausflüge planen, Neues entdecken und mehr erleben

 
veröffentlicht am: 11. August 2026
Zuletzt aktualisiert am: 11. August 2026
Kanu fahren auf dem Bodensee – Ausflugsidee für Kurzurlaub und Tagesausflug

Foto: ECHT BODENSEE, Florian Trykowski

Ein Wochenende am Bodensee, drei oder vier Tage Kurzurlaub oder einfach nur ein Tagesausflug: Nicht jeder verbringt zwei Wochen am See.

Und trotzdem ist die Auswahl riesig.

Lindau, Meersburg, Mainau oder Friedrichshafen stehen bei vielen schnell auf dem Plan. Dazu kommen Schifffahrten, Museen, Bergbahnen und die bekannten Sehenswürdigkeiten rund um den See.

Aber was ist mit all den Dingen, nach denen bei der Urlaubsplanung gar nicht gesucht wird?

Eine Mofa-Tour durch das Appenzellerland? Stand-up-Paddling oder Kajak ausprobieren? Discgolf spielen? Eine Schluchtführung in Österreich? Oder einfach in Lindau auf den Leuchtturm steigen?

Genau hier wird die Bodensee Card PLUS interessant.

Denn sie ist nicht nur eine Karte, mit der sich Eintritt sparen lässt. Die große Liste mit rund 160 enthaltenen Erlebnissen ist gleichzeitig eine ziemlich gute Ideenquelle für Ausflüge.

Und beim Durchsehen passiert schnell genau das:

Ach, das kann man am Bodensee auch machen?


Kurzurlaub am Bodensee: Lieber passend planen als möglichst viel schaffen

Drei Tage Bodensee müssen nicht bedeuten:

Tag 1 Meersburg.
Tag 2 Lindau.
Tag 3 Bregenz.

Das liest sich zwar gut als fertiger Reiseplan. In der Praxis hängt die sinnvolle Auswahl aber stark vom Urlaubsort ab.

Von Kressbronn ist Lindau schnell erreicht. Von einem Urlaubsort am westlichen Bodensee sieht das ganz anders aus. Umgekehrt liegen Meersburg oder andere Ziele dort wesentlich günstiger.

Gerade bei einem Kurzurlaub ist deshalb die erste Frage nicht:

Was muss man am Bodensee alles gesehen haben?

Sondern:

Was passt gut zum eigenen Standort und zu den Interessen?

So bleibt neben den Ausflügen auch noch Zeit für den See, ein gemütliches Essen oder einfach einen freien Nachmittag.


Bodensee Card PLUS: Die Erlebniskarte, die viele gar nicht auf dem Schirm haben

Viele Urlauber kennen die Gästekarte ihres Urlaubsortes.

Damit scheint das Thema „Karten am Bodensee“ erst einmal erledigt.

Ist es aber nicht.

Die Bodensee Card PLUS ist keine klassische Gästekarte. Sie wird separat gekauft und gilt in der gesamten Vierländerregion. Je nach Variante stehen drei oder sieben frei wählbare Erlebnistage innerhalb des Kalenderjahres zur Verfügung. Die Nutzungstage müssen nicht direkt hintereinander liegen.

Genau diese Flexibilität macht sie nicht nur für einen längeren Urlaub interessant.

Sie passt ebenso zu einem Kurzurlaub, zu einzelnen Tagesausflügen oder zu Menschen, die immer wieder an den Bodensee kommen.

Bodensee Card PLUS: alle Ausflugsziele im Überblick – Stand 2026


Die spannendsten Ausflugsideen sucht man manchmal gar nicht

Wer einen Bodensee-Urlaub plant, sucht meistens nach Dingen, die bereits bekannt sind.

Leuchtturm Lindau. Zeppelin Museum. Meersburg. Pfänder. Schifffahrt.

Völlig normal.

Aber dadurch bleiben viele kleinere oder ungewöhnlichere Erlebnisse unsichtbar.

Genau deshalb lohnt es sich, einmal durch die komplette Liste der Bodensee Card PLUS zu stöbern.

Nicht unbedingt mit Taschenrechner.

Sondern zunächst einfach als Ideensammlung.


Mal wieder Lust auf eine Mofa-Tour?

Wann saß zuletzt jemand auf einem Mofa?

Im Appenzellerland gibt es eine Töffli-Tour, die mit der Bodensee Card PLUS einmalig enthalten ist.

Die Tour dauert mehrere Stunden und führt durch die Schweizer Landschaft. Regulär kostet die Tour 101 CHF. Eine vorherige Reservierung ist notwendig.

Das ist genau so ein Ausflug, nach dem wahrscheinlich kaum jemand bei der ersten Bodensee-Planung sucht.

Und trotzdem kommt beim Lesen vielleicht sofort: Mofa? Das wäre eigentlich mal wieder etwas.


Die Kinder wollen schon lange SUP oder Kajak ausprobieren?

Manche Wünsche tauchen im Urlaub jedes Jahr wieder auf.

„Können wir mal Stand-up-Paddling machen?“ oder „Ich würde gern Kajak fahren.“

Und dann wird überlegt, ob sich das lohnt, wie teuer es ist und ob es überhaupt allen gefällt.

Gerade für solche Dinge ist eine Erlebniskarte interessant.

Wenn eine Aktivität bereits enthalten ist, fällt das Ausprobieren leichter. Dann muss nicht jede neue Idee erst als zusätzliche Ausgabe gegen den restlichen Urlaub gerechnet werden.

Man kann einfach sagen: Probieren wir es aus.

Wassersport und Wassererlebnisse gehören ausdrücklich zu den Angeboten der Bodensee Card PLUS.


Schon einmal Discgolf gespielt?

Manchmal reicht bereits eine ungewöhnliche Bezeichnung, um neugierig zu werden.

Discgolf gehört genau in diese Kategorie.

Frisbee-Scheiben, ein Parcours und das Ziel, mit möglichst wenigen Würfen ins Ziel zu kommen.

Vielleicht wird daraus keine neue Leidenschaft.Vielleicht aber doch.

Und genau darum geht es: Nicht jede Unternehmung muss vorher als großes Urlaubshighlight feststehen.

Manches darf einfach ausprobiert werden.


Lust auf Natur? Dann vielleicht durch eine Schlucht

Der Bodensee besteht nicht nur aus Wasser, Hafenstädten und Uferpromenaden.

Auch das Hinterland und die angrenzenden Regionen bieten völlig andere Landschaften.

Eine Führung durch die Rappenloch- und Alplochschlucht bei Dornbirn ist ein gutes Beispiel dafür.

Plötzlich steht statt Seeufer eine Schluchtenlandschaft auf dem Tagesplan.

Solche Ausflüge bringen Abwechslung in einen Kurzurlaub und zeigen, wie unterschiedlich die Vierländerregion ist.


Nachtrodeln statt Abendprogramm im Hotel

Auch das erwartet kaum jemand zuerst bei einer Bodensee-Erlebniskarte: Nachtrodeln in Vorarlberg.

Gerade solche Angebote zeigen, dass die Karte weit über klassische Sehenswürdigkeiten hinausgeht.

Ein Abend, der sonst vielleicht gemütlich im Hotel oder in der Ferienwohnung geendet hätte, kann plötzlich noch ein richtiges Erlebnis bekommen.


Kunst entdecken, obwohl eigentlich gar kein Museum geplant war

Auch bei Museen passiert schnell etwas Ähnliches.

Die großen Häuser sind bekannt.

Andere Museen oder Ausstellungen kennt man vielleicht nicht einmal dem Namen nach.

Das Forum Würth in Rorschach ist genau so ein Beispiel.

Vielleicht wäre es ohne die Liste nie auf dem Ausflugsplan gelandet.

Und gerade an einem Regentag kann daraus plötzlich eine sehr gute Idee werden.


Lust auf Höhe? Dann ab in den Kletterwald

Ein Kletterwald ist genau so ein Ausflug, der bei der ersten Bodensee-Planung nicht automatisch auftaucht.

Für Familien, Jugendliche oder Erwachsene, die gern etwas Aktiveres machen möchten, ist das eine schöne Abwechslung zu Stadt, Museum und Schifffahrt.

Und auch hier gilt: Wenn der Eintritt oder die Leistung bereits über die Bodensee Card PLUS enthalten ist, fällt es leichter, einfach einmal zu sagen:

Das probieren wir aus.

Gerade bei Kindern oder Jugendlichen kann so aus einer spontanen Idee schnell ein richtig guter Urlaubstag werden.


In Lindau sowieso am Hafen? Dann noch auf den Leuchtturm

Nicht jedes enthaltene Erlebnis muss einen ganzen Tag füllen.

Manchmal sind gerade die kleinen Dinge schön.

Wer ohnehin auf der Lindauer Insel unterwegs ist, kann den Neuen Leuchtturm besteigen und den Blick über Hafen, See und Alpen genießen.

Das lässt sich einfach in einen bestehenden Lindau-Tag einbauen.

Lindauer Leuchtturm – Aufstieg, Aussicht und Tipps

Und genau solche kleinen Extras machen aus einem normalen Stadtbummel noch etwas mehr.


Die Bodensee Card PLUS ist nicht nur zum Sparen da

Natürlich spielt der Preis eine Rolle.

Wer mehrere kostenpflichtige Ziele besucht, schaut automatisch darauf, ob sich eine Karte finanziell rechnet.

Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die Karte kann auch dazu führen, Dinge überhaupt erst zu machen.

Ein kleines Museum wird spontan besucht. SUP wird endlich ausprobiert.

Die Mofa-Tour weckt alte Erinnerungen. Die Kinder entdecken Discgolf.

Und plötzlich steht ein Ausflug auf dem Programm, von dem bei der Anreise noch niemand gesprochen hat.

Der eigentliche Mehrwert kann deshalb auch darin liegen, neugieriger zu werden.


Tagesausflug am Bodensee: Die Karte muss nicht an einem Wochenende aufgebraucht werden

Das ist einer der Punkte, den viele nicht wissen:

Die Nutzungstage der Bodensee Card PLUS müssen nicht direkt aufeinanderfolgen.

Die 3-Tage-Karte bietet drei frei wählbare Tage innerhalb des Kalenderjahres. Die 7-Tage-Karte funktioniert entsprechend mit sieben Tagen.

Das bedeutet zum Beispiel:

Im Mai ein Tagesausflug nach Lindau.

Im Juli ein Tag mit Wassersport oder Schifffahrt.

Im September ein Museum oder eine Bergbahn.

Es besteht überhaupt kein Grund, alle Nutzungstage in ein einziges Wochenende zu pressen.


Auch für Einheimische und regelmäßige Bodensee-Besucher interessant

Gerade dadurch wird die Bodensee Card PLUS auch für Menschen interessant, die gar keinen klassischen Urlaub am Bodensee verbringen.

Wer in erreichbarer Nähe lebt oder mehrmals im Jahr an den See fährt, kann die Erlebnistage über das Jahr verteilen.

Die Internationale Bodensee Tourismus GmbH nennt die Karte ausdrücklich als Angebot für Gäste und Einheimische.

Und gerade Einheimische kennen das:

„Da wollten wir schon ewig mal hin.“

Genau solche Ziele können mit der Karte endlich von der irgendwann-einmal-Liste verschwinden.


Schifffahrt mit einplanen

Auch die Schifffahrt ist ein wichtiger Bestandteil der Karte.

Mit der 3-Tage-Karte können die teilnehmenden Kursschiffe an zwei Nutzungstagen genutzt werden. Bei der 7-Tage-Karte sind es vier Nutzungstage.

Damit lässt sich ein Ausflug ganz anders planen.

Nicht nur mit dem Auto von Ziel zu Ziel fahren.

Sondern beispielsweise mit dem Schiff starten, einen Ort besuchen, dort ein enthaltenes Erlebnis einbauen und später wieder zurückfahren.

Gerade im Sommer gehört dann bereits die Fahrt über den See zum Urlaubstag.


Tagesausflug oder Kurzurlaub ohne Anreisestau

Wer im Sommer an einem Samstag Richtung Bodensee fährt, weiß, dass aus einer eigentlich überschaubaren Strecke schnell eine ziemlich zähe Anreise werden kann.

Dazu kommt am Ziel die Parkplatzsuche.

Bei einem Tagesausflug oder kurzen Aufenthalt lohnt sich deshalb auch ein Blick auf die Bahnverbindung.

Wer bereits ein Deutschlandticket besitzt und mit Regionalzügen gut an den Bodensee kommt, kann Auto und Parkplatzsuche unter Umständen komplett sparen.

Das Deutschlandticket und die Bodensee Card PLUS ergänzen sich dabei:

Das Deutschlandticket dient für passende Fahrten im öffentlichen Nahverkehr.

Die Bodensee Card PLUS übernimmt die enthaltenen Erlebnisse und – an den entsprechenden Nutzungstagen – die Kursschifffahrt.

So kann aus einem Ausflug ein weitgehend autofreier Bodenseetag werden.


Vor dem ersten Eintritt einmal die große Liste öffnen

Dieser Tipp ist simpel, kann aber Geld und Ärger sparen:

Erst schauen, dann Tickets kaufen.

Wer mehrere Ausflüge plant, sollte vorher prüfen, welche davon in der Bodensee Card PLUS enthalten sind.

Sonst passiert schnell genau das:

Eintritt bezahlt.

Zwei Tage später von der Karte erfahren.

Und festgestellt, dass genau dieses Ziel bereits enthalten gewesen wäre.

Noch interessanter ist aber der zweite Effekt:

Beim Durchsehen der Liste tauchen vielleicht gleich drei weitere Dinge auf, die vorher überhaupt nicht geplant waren.


Insidertipp: Im Dezember auf den Vorverkauf achten

Wer schon weiß, dass im kommenden Jahr wieder Ausflüge am Bodensee geplant sind, sollte im Dezember nach dem Vorverkauf schauen.

Für die Karte 2026 gab es im Dezember 2025 beispielsweise einen Vorverkaufsrabatt von 10 Prozent.

Gerade bei Einheimischen, Stammgästen und Menschen, die regelmäßig an den Bodensee kommen, lohnt es sich deshalb, gegen Jahresende auf die neue Karte zu achten.

So kann der erste Ausflug fürs kommende Jahr eigentlich schon geplant werden.


Fazit: Nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken – den Bodensee neu entdecken

Ein Kurzurlaub oder Tagesausflug am Bodensee muss nicht aus möglichst vielen bekannten Sehenswürdigkeiten bestehen.

Oft sind gerade die ungeplanten Dinge besonders schön.

Eine Mofa-Tour, obwohl das seit Jahrzehnten niemand mehr gemacht hat.

SUP, weil die Kinder schon lange danach fragen.

Eine Schluchtenführung.

Discgolf.

Ein kleines Museum.

Oder einfach die Besteigung des Lindauer Leuchtturms, weil man ohnehin gerade am Hafen steht.

Die Bodensee Card PLUS kann dabei mehr sein als eine Möglichkeit, Eintritt zu sparen.

Sie ist gleichzeitig eine ziemlich große Ideensammlung für Dinge, die am Bodensee und in der Vierländerregion überhaupt möglich sind.

Und deshalb lohnt sich der Blick in die Liste am besten bevor der Kurzurlaub oder der nächste Tagesausflug komplett durchgeplant ist.

Bodensee Card PLUS – alle enthaltenen Ausflugsziele entdecken

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Über die Autorin

Susanne Reber vermietet seit 2018 eine Ferienwohnung in Kressbronn am Bodensee und betreut jedes Jahr rund 75 Gäste.

Die Unterkunft ist im Schnitt acht Monate pro Jahr ausgelastet, etwa 15 Gäste reisen regelmäßig jedes Jahr erneut an.

Seit 2025 betreibt sie diesen Blog und teilt persönliche Ausflugstipps, Erfahrungen aus der Gastgeberpraxis und Empfehlungen für einen entspannten Urlaub am Bodensee.

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